Sternwarte Ehingen
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Sonnenbeobachtung

Wenn man die Sonne durch ein astronomisches Teleskop betrachtet, kann man auf der Sonnenoberfläche dunkle Flecken erkennen, die sogenannten Sonnenflecken. Sie fallen als dunkle Stellen auf, wobei diese kälter sind als die Temperatur in der Umgebung der Sonnenoberfläche. Die Oberfläche der Sonne weist eine Temperatur von ca. 6000 °C auf, die Sonnenflecken liegen zwischen 4000 °C bis 5500 °C. Die Sonnenflecken entstehen, wenn aus dem Innern der Sonne Magnetfeldlinien in der Form als Plasmaschläuche, an die Oberfläche gelangen. Bevor sich ein Sonnenfleck bildet, kann man auf der Sonnenoberfläche helle Stellen beobachten, die als Fackeln bekannt sind. In ihnen bilden sich zuerst kleine Flecken, sogenannte Poren. Daraus entwickeln sich im Laufe der Zeit immer mehr Flecken, die dann zu großen Sonnenfleckengruppen anwachsen können. Riesige Sonnenfleckengruppen sind ein Anzeichen für heftige Sonnenstürme, die das Stromnetz oder Geräte auf der Erde beeinflussen können.

Auch die Sonne beeinflusst das Klima auf der Erde. Die Art der Entstehung der Sonnenflecken und wie viele sich dort gebildet haben, verändern sich die Wasser-Temperaturen und der Niederschlag. Die Sonne weist eine Aktivität auf, die sich in Minimum und Maximum der Sonnenfleckenentstehung in einem Zyklus von 11 Jahren abwechseln. Im Minimum sind auf der Sonnenoberfläche fast keine Sonnenflecken zu erkennen, im Maximum entstehen dann sehr viele Sonnenflecken-Gruppen. Aber der Zyklus des 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus ist nicht konstant. Auf der rechten Seite, ist eine Grafik vorhanden, die die P17/R13 Mittelung darstellt. Bei der P17-Mittelung wird die Relativzahl des Monatsmittel über einen Zeitraum von 17 Monaten geglättet. Bei der R13 Mittelung handelt es sich um ausgeglichene Relativzahlen nach der Züricher Methode. Derzeit befinden wir uns im 24. Zyklus der Sonnenaktivität.

Die meisten Leute fühlen sich zur Astronomie aufgrund der Schönheit der mondlichen Nacht und des Sternenhimmels hingezogen. Ihre heftigste Wirkung erlebt man jedoch aus erster Hand an einem sonnigen Tag. Die Sonne ist der uns am nächsten gelegene Stern und liefert nebenbei bemerkt die Energie, welche zur Erhaltung des Lebens notwendig ist.

 

Zkylus 22 - 1997 bis 2017
Zkylus 11 - 2008 bis 2017
P17/R13 Mittelung

Sonnenaktivität
Protuberanzen
©SOHO (ESA&NASA)
©SOHO (ESA&NASA)


Selbst ein flüchtiger Blick auf die Sonne durch das Teleskop, Fernglas oder ein anderes optisches Instrument ist sehr gefährlich, es sei denn, das Gerät ist mit einem eigens für Sonnenbeobachtungen hergestellten Filter ausgestattet !!!

Unser weiteres Aufgabengebiet ist die Beobachtung der Sonnenoberfläche. Sonnenflecken sind sichtbare, dunkle Bereiche starker Magnetfelder auf der Photosphäre der Sonne. Sie sind kälter als die umliegende Atmosphäre und treten häufig in Gruppen auf. Die Anzahl der Sonnenflecken auf der Sonnenscheibe variiert im Verlaufe eines Sonnenfleckenzyklus in starkem Maße. Sie werden für alles verantwortlich gemacht, vom schlechten Wetter bis hin zum Sturz des Aktienmarktes. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Spitzen vergehen in der Regel 11 Jahre des Sonnenfleckenzyklus, doch das Zeitintervall kann variieren.


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